15.06.2013

Ein Teppich für Lohberg

Bewohner und Vereine wirken mit: Türkische und deutsche Studierende gestalten eine Woche lang gemeinsam Objekte, Installationen und eine Ausstellung in der Gartenstadt.

 

„Unser Lohberg lasst uns preisen, ändert sich auch der Zeiten Lauf“ – mit diesen Zeilen beginnt das fast vergessene „Lohberg Lied“. Nun kann man den Text nachlesen, handgeknüpft von Studentinnen auf dem Zaun der Schule am Johannesplatz. Die Inschrift ist Teil eines „Teppichs“ aus Objekten, Zeichnungen und Installationen, den Studierende aus Braunschweig und der türkischen Stadt Eskisehir eine Woche lang gemeinsam gestaltet haben.


Der „Teppich für Lohberg“ erstreckte sich von der Gartenstadt bis zum Eingang der ehemaligen Zeche; „handgearbeitet“ mit bunten Nylonschnüren, Farbstempeln, Dachlatten, Malerpinseln und Zeichenstiften. Unter Anleitung ihrer Professoren entwickelten die Studenten Objekte und Installationen im Straßenraum, gestalteten eine Ausstellung in der Johannesschule und erstellten einen zweisprachiges Informationsblatt mit Hinweisen zu den einzelnen Elementen.


Rund 500 Besucher haben innerhalb einer Woche den Rundweg genutzt, die Installationen am Zecheneingang oder an der Schule angeschaut, die gezeichneten Porträts von 100 Lohbergern bestaunt oder den roten Farbteppich auf der Hauerstraße betreten. Spannend für die deutschen und türkischen Studenten waren aber vor allem die vielen Begegnungen während der Arbeitsphase. Ganz Lohberg – vom Kleinkind bis zum Rentner – war auf den Beinen, um die Entstehung der Objekte zu begleiten, Modell zu stehen oder selbst Hand anzulegen.

 

Umfassende Unterstützung gab es auch von den Vereinen und Organisationen in der Gartenstadt. Das „Forum Lohberg“ hat die Unterbringung der Studenten bei türkischen und deutschen Gasteltern organisiert; örtliche Unternehmen waren bei der Materialbeschaffung behilflich, der Kinderschutzbund bot logistische Unterstützung und das Jugendprojekt SOS praktische Hilfe bei der Montage der Installationen.

 

Die Ausstellung in der Schule am Johannesplatz ist seit dem 22. Juni 2013 beendet. Die großen Installationen an der Schule, am Eingang des Zechengeländes und an den Straßeneinmündungen von Hauerstraße/ Lohbergstraße zur Hünxer Straße bleiben noch bis zur Extraschicht  am 6. Juli 2013 zu sehen.

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